Floyd Gerald Thayer

Floyd Gerald Thayer wurde am 18. Juli 1877 in Jacksonville, Vermont, Windham County geboren. Seine Eltern waren der Vater, Merritt W. Thayer und die Mutter Mattie E. (Cheney) Thayer. Mit 8 Jahren bekam er einen Zauberkasten geschenkt. Im Jahr 1891 siedelte die Familie nach Kalifornien um. Es ist nur wenigen bekannt, dass Floyd ein Veteran des Spanisch-Amerikanischen Krieges war. Er wurde Ende 1898 als Leutnant aus der Armee entlassen. Am 28. Februar 1899 heiratete er seine Jennie. Am Anfang seiner Zauberkarriere trat er unter dem Namen „Gerald“ auf. Mit dem Slogan „Quality Magic“ gründete er seine Firma, die in den 1920er und 1930er Jahren Zaubergeräte herstellte. Die Firma war seit 1912 ansässig in der 929 So. Longwood Avenue, Los Angeles. Wie berichtet wurde, war Ellis Stanyon sein erster Kunde gewesen. In dieser Zeit wurde auch Louis F. Christianer als Partner in die Firma geholt. Thayer firmierte zwischen 1902 und 1912 unter dem Name „The Magic Shop of the West“, zwischen 1912 und 1916 unter dem Namen „Thayer & Christianer“, zwischen 1916 und 1917 unter dem Namen „F.G. Thayer“, 1917 unter dem Namen „Thayer Studio of Magic“, zwischen 1917 und 1933 unter dem Namen „Thayer Manufacturing Company“ als er das Geschäft an die Owen-Brüder verkaufte. Seinen Versandhandel behielt er. Zwischen 1933 und 1942 nannte er sein Geschäft „Thayer Magic Studio in Hollywood“, welches er dann an Bill Larsen verkaufte. Er war IBM Mitglied Nr. 248 (1923) und verewigt in der SAM Hall of Fame.

Die ersten Produkte waren Zauberstäbe die er in dem Zauber-Periodikum „Mahatma“ anbot. Zeitweise bot er teure Groß-Illusionen mit einem Sonderpreis an. Man kaufte eine Illusion und beglich die Grundgebühr, hatte der Künstler dann eine gut bezahlte Vorstellung, beglich er den Rest des Kaufpreises. 1929 starb Louis F. Christianer sehr jung nach langer Krankheit. Er hatte u.a. das Kunststück „Card Sandwich“ erfunden. Künstler wie Harry Kellar, Houdini und Blackstone gehörten jahrelang zu Thayers Kunden. 1942 wurden die Illusionsbauer Carl und Henry Owen verpflichtet, andere Quellen sprechen davon, dass Carl Owen seit ca. 1917 für Floyd Thayer gearbeitet hat. Als Hausorgan fungierte der „Magic Bulletin“, ein kostenloses Informationsblatt für die Kunden. 1942 kaufte die Familie Larsen sein Unternehmen. Floyd setzte sich zur Ruhe und zog mit seiner Frau Jennie zu den Larsens nach Pasadena. Als seine Frau 1951 starb, zog er nach Long Beach. Dort starb er am 29. Juli 1959. Floyd Thayer erfand Kunststücke wie „Den sich färbenden Billiard Ball“, „Den sich verkleinernden Billiard Ball“, ein „Billiard Ball Stativ“, „Die kopflose Lady Illusion“, die Kunststücke „Commando“, „Banner Nest of Boxes“, „Talking Buddah“, „Rice Orange and Checkers“ und „Reappearing Clock“.

Thayer’s Magical Bulletin

Dies war ein hauseigenes und kostenloses Periodikum, zusammengestellt von Floyd Thayer und Louis Christianer. Mit dieser „Hauszeitschrift“ informierte man die Kunden über Neuerungen der Firma. Die 1. Ausgabe mit Heft 1 wurde im Januar 1914 herausgebracht, die letzte Ausgabe 12 mit Heft Nr. 7 erschien im Mai 1925. Eine Zeitlang fungierte das Periodikum als Organ der „Pacific Coast Society of Magicians“ und zwar von Ausgabe 1, Heft Nr. 3 bis Ausgabe 2, Heft Nr. 3. Die Ausgaben 1 und 2 hatten jeweils 6 Hefte, dann gab es regelmäßig 12 Hefte pro Ausgabe. Die Ausgabe 3, Heft Nr. 7 aus 1915 war fälschlicher Weise mit Nr. 8 nummeriert. 23 Jahre später brachte der neue Besitzer William W. Larsen Senior zwei weitere Ausgaben heraus – Ausgabe 13, Heft 1 im Juni 1948 und Heft 2. Im September 1925 brachte Floyd Thayer eine Händlerzeitschrift mit dem Namen „Ballygram“ in unregelmäßigen Abständen heraus um die Kunden auf dem Laufenden zu halten. Diese Publikation galt als Ersatz für den „Magical Bulletin“. Insgesamt erschienen 85 Ausgaben. Das Datum der Veröffentlichung des letzten Heftes ist nicht bekannt.

Glenn Gravatt

Glenn Gravatt publizierte die Buch-Serie „Thayer Quality Magic“ mit 4 Bänden über die Werbetexte und Trickbeschreibungen der Thayer-Kunststücke aus den Katalogen. Der erste Band erschien 1978 mit 322 Seiten, Band 2 mit 324 Seiten und Band 3 mit 312 Seiten im Jahr 1979 und Band 4 im Jahr 1981 mit 324 Seiten. Glenn Gravatt wurde am 4. Dezember 1899 in Sabetha in Kansas geboren. Er war Amateurzauberer und Autor zahlreicher Zauberbücher. Nach seiner Schulzeit ging er nach Kalifornien und arbeitete dort als Zeitungsreporter. Einige Jahre lebte er in Europa. Er starb am 17. April 1984 in San Francisco.

Dr. Robert Albo

Dr. Robert Albo hat zusammen mit Phil Schwartz ein Set über Thayer herausgebracht, „The Ultimate Thayer“. In diesem Set enthalten war ein Buch über die magischen Aktivitäten von Floyd Thayer. Ein Hardcoverbuch mit mehr als 250 Seiten über das magische Leben von ihm – mit vielen Fotos. Dazu gab es einen 2. Band mit Farbfotos von über 400 Apparaten, die Floyd Thayer und Carl Owen kreiert haben. Dazu gab es noch eine DVD mit Videos zur Vorführung der gezeigten Apparate aus dem 2. Band. Im Set enthalten war auch die Reproduktion des ersten Thayer – Katalogs, mit einem gelben Cover und losen Fotos, die auch beim Original beilagen. Dieses Set war limitiert auf 400 Exemplare und war preislich angelegt auf 450,00 USD plus Versand.

 

Quellen zum Thayer – Artikel: Internetseite IBM Ring 21, Genii Magicpedia, Webseite Zauberpedia, Bart Whaley – Who is Who in Magic, Glenn Gravatt – 4 Bände „Thayer Quality Magic“, Genii 1942, September, Ausgabe 7 Nr. 1

Die Magische Welt

Mit abwechslungsreichen Artikeln, auch zur Zauberhistorie, ist die Zauberzeitschrift „Magische Welt“ von Wittus Witt eine gute Quelle um sein Zauberwissen zu erweitern!

Ein Besuch lohnt sich

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