Henry Hay – 3 tolle Bücher

„Zaubern müsste man können“. Das ist ein Buchtitel des Autors Henry Hay und mit diesem Buch hat bei mir alles angefangen. Wie die Ausgabe von 1970 in meinen Besitz kam, kann ich nicht mehr genau sagen, aber dieser „Zauberschatz“ hat meine Sichtweise zur Zauberkunst verändert. Ich hielt plötzlich ein professionelles Zauberbuch in meinen Händen. Um das Jahr 1975, im zarten Alter von 13 Jahren, wusste ich endlich, wie die Zauberer im Fernsehen all die Bälle in der Hand erscheinen ließen und welches Hilfsmittel ich mir unbedingt kaufen musste, um Tücher in der Hand zu färben. Und glauben Sie mir, damals war ein Farbfernseher bei uns eine Sensation. Das Buch steht heute in meinem Zauberschrank und nun weiß ich auch, wer dieser Henry Hay war. Das Interesse für die Zauberhistorie macht es möglich.

Henry Hay wurde unter dem realen Namen June Barrows Mussey am 20. März 1910 in Staten Island, New York, geboren. Bei einer Zaubershow im Jahr 1921 von Howard Thurston wollte auch er Zauberer werden. Im selben Jahr schenkte ihm jemand das Buch „Later Magic“ von Professor Hoffmann. Er übte und übte und schon zwei Jahre später, im Alter von 13 Jahren, tourte er durch den Mittleren Westen und Osten der USA. Er nannte sich „Hadji Baba, the Boy Magician“. Mit 19 Jahren machte er seinen College-Abschluss und wurde von John Mulholland gefördert. Im Jahr 1931 übersetzte er das „Wunderbuch der Zauberkunst“ von Ottokar Fischer ins Englische, das Werk nannte er Illustrated Magic. Zeitweise war er Editor der Zauberzeitschrift Sphinx. Während des 2. Weltkriegs diente er beim US-Marine Corps im Pazifik. Nach dem Krieg wurde er freiberuflicher Übersetzer. Im Jahr 1950 kam er nach Deutschland, 1952 ließ er sich in Düsseldorf nieder. Er arbeitete lange als Auslandskorrespondent. Er verstarb am 27. Juli 1985.

Er hat mehrere Bücher geschrieben. Drei davon sollten in jedem Zauberschrank stehen, denn er präsentiert in seiner Literatur „nicht einfach nur ein paar Tricks“, nach meiner Einschätzung ist viel brauchbares Material dabei. Zum einen finden wir „Learn Magic“ aus dem Jahr 1947, welches im Jahr 1970 auch ins Deutsche übersetzt wurde. Der Titel „Zaubern müßte man können“. Zwei seiner besten Werke in Englischer Sprache sind „Cyclopedia of Magic“ aus dem Jahr 1949 und „The Amateur Magician’s Handbook“ aus dem Jahr 1950. Alle drei Bücher sind sehr lesenswert.

Alle drei Bücher sind zu beziehen bei Lybrary.Com von Chris Wasshuber.